2013-01-07

Statt darüber nachzudenken, was du vom Leben willst,
solltest du dich vielleicht fragen, was das Leben von dir will.

Jeder stellt sich die Frage nach dem Sinn des Lebens und wahrscheinlich ändert sich die Meinung eines jeden mehrere Male, vielleicht hat man auch mehrere Vermutungen. Kein Wunder, heutzutage veröffentlicht jeder sein Denken, von allen Seiten bekommt man verschiedene Standpunkte von verschiedenen Menschen in verschiedenen Lebenslagen mit, die einen abschrecken oder auch überzeugen, aber sicherlich in irgendeiner Weise mehr oder weniger beeinflussen. Einerseits ist es natürlich klasse, Anregungen zu erhalten, um sich eine eigene Meinung zu bilden, diese zu wechseln oder derer sicherer zu werden, doch finde ich persönlich das alles ein bisschen zu viel. Mich überfordern all diese Meinungen, all diese Menschen, die ihre Meinung als die einzig wahre Wahrheit vermitteln wollen. Das ist so anstrengend. Wem soll man glauben, wem überhaupt Beachtung schenken? Und wie weiß man, dass man die 'richtige' Wahrheit gefunden hat? Kann man diese überhaupt kennen, gibt es sie überhaupt? Ich denke manchmal, es gibt gar kein 'richtig' und 'falsch' mehr. Vielleicht muss jeder für sich selbst diese beiden Begriffe definieren, doch oft erscheint es mir auch, als sei alles beides oder keines davon. Und alles ist nur einfach so, wie es ist, ohne Bewertung in irgendeinem Sinne, weder moralisch noch logisch oder sonst irgendetwas. Und manchmal glaube ich, dass es egal ist. Dass alles unwichtig ist und es keinen Sinn gibt im Leben. In gar keinem. Und manchmal glaube ich, dass alles, was ich schreibe, Schwachsinn ist. Ziemlich oft sogar. Oh Gott.

Kommentare:

Lina hat gesagt…

Nun, das schlussendlich ist Philpsophie. Nicht die Frage nach dem Sinn, sondern die Frage nach der Definition der Wahrheit.
Da fängt es an.
Und es hört noch lange nicht auf.
Wunderbarer Text übrigens.
Lina♥

Joana hat gesagt…