2012-06-10

tränennasse Hände, verkrampft, zur Faust geballt, weiße Knöchel, sich in die Haut grabende Fingernägel
Und der Himmel ist untergetaucht, ein schwarzes Tuch hat sich über alles außerhalb meines Fensters gelegt, nicht einmal Umrisse von Bäumen sind zu sehen, nicht einmal die vorbeizischenden Lichtkegel kann man sehen, man bildet sie sich nur ein bei dem Hören des Motorgeräusches, des Klanges, wenn ein Auto die Luft durchschneidet. Die Schwärze scheint auf mich übergegangen zu sein, in mich hineingeschmuggelt hat sie sich. Ich kann nichts sehen, wenn ich im Spiegel in meine Augen sehe, da ist nur Tiefe, unbeleuchtete Höhlen. In meinem Kopf ist es schwarz, auch meine Seele ist verkohlt, mein Herz ist ebenfalls ausgebrannt. Gefühle und Gedanken, es vermischt sich, die Farben werden nichtig, werden eins. Die Regenbogenworte verlaufen, es bleibt eine dunkle, hässliche Pfütze mit einzelnen Buchstaben darin, zerbrochene Zeilen schwimmen traurig umher, suchen sich, doch sind blind in der Düsterkeit, finden sich nicht. 
will kein Salz, will keine tonlose Schreie, will kein Rot
Ich will schreiben, ich will lachen, ich will mich richtig fühlen

Kommentare:

Joana hat gesagt…

Vieelen Dank! (:

N.† hat gesagt…

deine worte bedeuten mir sehr viel, und es freut mich immer wieder wenn ich merke, dass ich menschen mit meinen texten erreichen kann.
du hast die richtigen worte gefunden, bitte zweifel nicht allzu sehr an dir. deine worte geben mir sehr viel wärme, was ein tolles gefühl ist. du kannst viel erreichen mit deinen worten. du gibst so unendlich viel, und ich hoffe das es menschen gibt, die dir das gleich wieder zurückgeben können.

N.† hat gesagt…

ein unglaublich guter text. der text erhellt mein zimmer, und ich bemerke mal wieder, wie sehr du mich mit deinen worten gefesselt hast. ich immer und immer mehr zeilen von dir lesen will,
deine worte sind etwas besonders. zweifele da bitte nie dran.